GESAMTVERBAND REGION CHEMNITZ REGION DRESDEN REGION LEIPZIG
Ansprechpartner Onlineservice Archiv Sitemap
07. September 2010
Gelungener Auftakt für Projekt „XENOS“
UV Sachsen hilft als Multiplikator Unternehmen zu finden

Die UV Sachsen Projektentwicklungs- & Verwaltungsgesellschaft mbH Leipzig startete im Januar 2009 das Projekt „XENOS“. Bis zum Januar 2011 steht dabei das Thema „Ich kann und ich will! - Unterstützung bei der Berufsorientierung und Aktivierung jugendlicher Migranten zur Integration in Ausbildung“ im Mittelpunkt. Im Mai stieß die Auftaktveranstaltung bei dem Projektpartner AIK gGmbH Leipzig auf großes Interesse. „Ziel des Projektes ist die verbesserte Integration von Jugendlichen mit ausländischem Hintergrund in Ausbildung und Arbeit, denn damit werden neben der Grundlage der Existenzsicherung auch soziale Beziehungen und gesellschaftliche Anerkennung erreicht“, hob Projektmanager Dr. Holger Weiss hervor. „Als erste direkte Zielgruppe werden Schüler und junge Arbeitslose mit Migrationshintergrund aus dem Raum Leipzig ausgewählt. Die zweite Zielgruppe sind mittelständische Betriebe und Institutionen der Region Leipzig. Zur dritten Zielgruppe gehören Multiplikatoren wie Verbände, Ausbilder und Lehrer.“
Kay Tröger vom Kompetenzzentrum Existenzgründung von Migranten in Dresden berichtete über seine Arbeit und betonte, wie wichtig das Projekt sei. Bisherige Aufgaben und Ergebnisse seiner Arbeit würden sich jetzt bei „XENOS“ wiederfinden: „Ein notwendiger Ansatz ist unter anderem die Anerkennung von im Ausland erworbenen Abschlüssen. Und es ist wichtig, Migrantenorganisationen wie Vereine und Bildungsangebote zu professionalisieren und Lücken zu schließen.“
Projektkoordinatorin Gabi Hofmann-Hunger, die die Veranstaltung moderierte, kündigte im Anschluss an den Vortrag von Kay Tröger einen Schüler an, der aus seiner Schule berichtete: „Wir haben sieben Nationen in der Klasse und ich finde, es wird noch nicht genügend über andere Länder und Religionen gesprochen. Wenn man die Hintergründe der Mitschüler kennen würde, könnte man auch besser verstehen, weshalb sie manchmal anders reagieren.“ Ein junger Spätaussiedler aus Russland ist momentan dabei, sich in Leipzig als Gastronom selbständig zu machen. Er ist 2005 nach Deutschland gekommen und erzählte im Rahmen der Auftaktveranstaltung, dass es sehr schwer sei, die deutsche Sprache zu lernen und Kontakte zu knüpfen. Regionalkoordinatorin Franziska Köhler vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge gab zum Abschluss Einblicke in ihre Arbeit und wurde neben UV-Geschäftsstellenleiterin Silvia Müller und Kay Tröger in den Projektbeirat berufen.

Artikel vom: 26.05.2009


...zurück

IMPRESSUM © 2004 Robby Palmér All rights reserved.