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Intelligente Verzahnung von Wirtschaft und Politik |
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Von Claudia Künzel |
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Unternehmer diskutieren in Dresden und Leipzig mit Stadtoberhäuptern
In Dresden und Leipzig wurde gleichermaßen ein deutliches Signal für 2009 gesetzt: Der Dialog zwischen Politik und Wirtschaft muss fortgesetzt und vertieft werden, um sich gemeinsam den Probleme der globalen Wirtschaftskrise stellen zu können. So forderte UV-Präsident Hartmut Bunsen in der Diskussion mit Leipzigs Oberbürgermeister Burkhard Jung, dass alle Projekte, die von der Stadt beauftragt werden, auch in der Region bleiben: „Zwar gehen rund 75 Prozent der öffentlichen Aufträge an heimische Unternehmen. Dies ist aber nicht ausreichend. Wenn die Stadt Leipzig das Geld aus dem Konjunkturprogramm der Bundesregierung bekommt, muss es an Leipziger Unternehmer fließen.“ Burkhard Jung betonte im gut besuchten historischen Sitzungssaal der Deutschen Bank, dass die Stadt Leipzig die Zusammenarbeit mit den regionalen Unternehmen in der Wirtschaftskrise verstärken möchte. „Ich kann mir einen Wirtschaftsbeirat, wie ihn die Bundesregierung initiiert hat, gut vorstellen. Vertreter der Leipziger Wirtschaft beraten mich, um eine effiziente Wirtschaftsförderung zu garantieren.“ Dies war ganz im Sinne von Handwerkskammer-Präsident Joachim Dirschka, IHK-Präsident Wolfgang Topf, Hartmut Bunsen und Dr. Mathias Reuschel, Präsident „Gemeinsam für Leipzig“. Sie hatten im Verlauf der regen Diskussion immer wieder eine intelligente Verzahnung von Wirtschaft und Politik gefordert. Trotz der Kritik zog Burkhard Jung mit Blick auf 2008 eine positive Bilanz. Die wirtschaftliche Lage sei gut gewesen, trotzdem spüre man seit Oktober die Krise auch schon in der Messestadt: „Wir sind nicht abhängig von einer Branche, sondern in vielen Feldern aufgestellt. Das kann in der Krise von Vorteil sein.“ Abschließend fand Hartmut Bunsen, dass die Diskussion sehr offen verlaufen sei, trotzdem fair und freundschaftlich. Ein ähnliches Resümee zog er nach dem Unternehmergespräch mit Dresdens Oberbürgermeisterin Helma Orosz im PULLMANN Dresden Newa Hotel, die er mit den Worten begrüßte, dass sich die Unternehmerschaft auf die Zusammenarbeit sehr freue. Und auch Dr. Axel Viehweger, Verbandsdirektor der Sächsischen Wohnungsgenossenschaften, hob in seiner Begrüßung hervor, dass ein regelmäßiger Austausch wichtig sei: „Wir empfinden uns als Partner. Wir schaffen Arbeitsplätze, bewahren Arbeitsplätze und können für Fachthemen realistische Anregungen geben. Sie können auf uns als Experten zählen“, gab er Helma Orosz mit auf den Weg. Die Oberbürgermeisterin betonte, dass sich die Stadt klar positionieren müsse: „Wir dürfen nichts beschönigen, dürfen aber unsere Erfolgsgeschichte nicht vergessen.“ Mit Blick in die Zukunft nannte sie die drei Kernpunkte Wirtschaftsentwicklung, die Zusammenarbeit mit Partnern und das Standortmarketing. „Wichtig ist ein stabiler Mittelstand, auf den man sich verlassen kann, aber auch das Setzen von Leuchttürmen. Es muss sich alles wie ein Puzzle fügen, inklusive Wissenschaft und Forschung.“ Hartmut Bunsen sagte in diesem Zusammenhang, dass in Dresden die Kombination aus Mittelstand und Leuchttürmen gelungen sei, mahnte aber auch hier an, bei Investitionen den kleinen Unternehmer ebenso zu behandeln wie große Konzerne. „Das Rückgrat der Wirtschaft ist und bleibt der Mittelstand“, betonte er. Am Ende des Abends hob Helma Orosz hervor, dass sie zum Mittelstand stehe und regelmäßig Unternehmen besuchen wolle, um sich vor Ort ein Bild zu machen.
Artikel vom: 18.12.2008 ...zurück
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