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07. September 2010
Unternehmergespräch mit OBM Burkhard Jung
UV-Präsident Hartmut Bunsen fordert drastische Senkung der Gewerbesteuer

Der Unternehmerverband Sachsen setzte Ende 2007 seine Tradition fort, mit dem Leipziger Oberbürgermeister über die Entwicklung der Wirtschaft zu diskutieren. Das Podiumsgespräch mit Burkhard Jung im Gasthaus „Alte Nikolaischule“ verfolgten rund 50 Unternehmer. Der Austausch zwischen den Teilnehmern, Burkhard Jung, UV-Präsident Hartmut Bunsen und Wolfgang Topf, Präsident der IHK zu Leipzig, wurde von Thilo Boss, Ressortleiter für Wirtschaft bei der Leipziger Volkszeitung, moderiert. Wie bereits 2006 kritisierte UV-Präsident Hartmut Bunsen den Gewerbesteuerhebesatz von 460. „Das ist der höchste in Ostdeutschland und belastet die Betriebe. In Dresden und Düsseldorf ist die Gewerbesteuer drastisch gesenkt worden, das muss auch in Leipzig möglich sein“, forderte der Verbandspräsident. „Nur so kann unser Standort im nationalen Vergleich attraktiver werden und wirtschaftlich prosperieren. Der Hebesatz von 410 wie in Berlin sollte machbar sein.“ Wolfgang Topf bestärkte diese Aussage und betonte, dass der hohe Gewerbesteuersatz die Unternehmensansiedlung erschwere. Burkhard Jung konnte mit Blick auf die hohe Verschuldung der Kommune in Höhe von 900 Millionen Euro keine zeitnahe Lösung versprechen. Nach der Stadtwerke-Teilprivatisierung sei Leipzig jedoch handlungsfähiger. Vom Anteile-Verkauf an die französische GDF erwarte man mehr als 500 Millionen Euro Einnahmen. „Dann können wir den Gewerbesteuersatz um zehn Punkte senken. Leipzig läge dann mit 450 auf gleichem Niveau wie Dresden und Chemnitz“. Zudem erhofft sich Burkhard Jung durch den Verkauf fallende Energiepreise: „Wir haben die höchsten Strompreise Deutschlands, die müssen sich mindestens im Mittelfeld einpendeln.“

Rückblickend auf das Jahr 2007 zog der Oberbürgermeister das Resümee, dass Leipzig von der guten Konjunktur Deutschlands profitiert habe. Die Lage auf dem Arbeitsmarkt habe sich erheblich entspannt, die Langzeitarbeitslosigkeit sei jedoch nach wie vor ein großes Problem und eine Belastung für den Haushalt.

Artikel vom: 09.12.2007


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